10/2006 230 Kilometer Akten – Archivdepot Frye gehört zu einem Verbund von 15 Unternehmen / Tagung in Olfen
Olfen – Rund 230 Kilometer sind es von Oberhausen bis Frankfurt. Und genau diese Strecke könnte man mit Akten legen, die bei der Firma Meta Archivdepot und ihren 15 Partnern in Deutschland und der Schweiz eingelagert sind.
Zu ihnen gehört seit 2000 die Olfener Möbelspedition Frye. Einmal im Jahr treffen sich die Unternehmen zu einem Arbeitswochenende, diesmal waren Vertreter der 15 Firmen zu Gast bei der Olfener Möbelspedition.
Nach einer Tagung am Freitag besuchten die Teilnehmer am Samstag das Firmengelände am Niekamp. Christian Frye, er leitet die Spedition in vierter Generation, führte die Kollegen durch die Hallen. Dort werden nicht nur Möbel in Container eingelagert, sondern es befinden sich auch 23 Kilometer Akten von rund 250000 Dokumenten in den Hallen. Eingelagert werden auch Röntgenfilme von Krankenhäusern.
Zu den Kunden von Frye zählen unter anderem das Knappschaftskrankenhaus in Recklinghausen, die Signal Iduna Gruppe oder der Zwiebackhersteller Brand.
2.500 Zugriffe – Rolf Gehring, Geschäftsführer von Meta Archivdepot, hat sich die Idee Anfang der 90er Jahre bei den Holländern abgeschaut. „Es war schon ein tolles Gefühl, als ich in einer großen Halle den Geruch von rund 15 Kilometer Akten wahrnehmen durfte“, so Rolf Gehring aus Oberhausen. Er entwickelte die Geschäftsidee für Deutschland und konnte recht schnell verschiedene Möbelspeditionen als Partner gewinnen. Die Spedition Frye kam im Jahr 2000 hinzu. Ein Gebäude auf dem Firmengelände ist mit Akten über drei Etagen bestückt. „Wir haben im Jahr rund 25.000 Zugriffe auf die Akten“, so Firmenchef Christian Frye.
Die Akten lagern in Hallen, die mit einem begehbaren Regalsystem ausgestattet sind. Lagerkapazitäten hat das Unternehmen auch in Datteln und auf dm RCG-Gelände an der Robert-Bosch-Straße in Olfen angepachtet.
Ein großer Vorteil für die Kunden ist, daß sie aufgrund der Aktenlagerung an ihrem Standort weniger Fläche benötigen. Die Sicherheit wird natürlich groß geschrieben. So wird bei der Archivdepot Frye GmbH jeder Zugriff auf Akten protokolliert. Der Innen- und der Außenbereich der Archivhallen werden von einer Videoanlage rund um die Uhr überwacht.
Strecke wird länger – Wird eine Akte benötigt, garantiert das Unternehmen Frye eine schnelle Zustellung per Fax, Post, Kurier oder auch Online. Zudem ist das Unternehmen für die korrekte Aussortierung und Vernichtung nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist zuständig. Und immer mehr Unternehmen nutzen diesen Service.
Rolf Gehring: „Wir haben deutliche Zuwächse, in jedem Jahr rund zehn Prozent.“ Bald wird die Strecke der eingelagerten Akten wohl weit über Frankfurt hinaus reichen.
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